Drittortbegegnung Bodensee 2013
Drittortbegegnung am Bodensee (15.-22.5.2013)
Zum zweiten Mal nach 2011 fand vom 15.-22.5.2013 der Austausch mit unserer Partnerschule in Besançon, dem Collège Proudhon, als Drittortbegegnung statt. Wir trafen uns in Wasserburg in der Nähe von Lindau im deutsch-französischen Schülerheim.
21 MCG-Schülerinnen und Schüler und 18 Franzosen verbrachten eine intensive und interessante Woche.
Wurde anfangs noch über den Tischdienst gemault, begriffen doch schon bald die meisten, dass auch dies eine Möglichkeit war, die Franzosen besser kennenzulernen. Und dass die gelebte, allgegenwärtige „Binationalität“ ein Prinzip war: In den Zimmern fing es an, es fanden sich etwa zur Hälfte Deutsche und Franzosen in den Zimmern, bei allen Aktivitäten wurde bunt durchgemischt.
Der erste Abend war der Kennenlernabend. Jede/r hatte eine Spezialität, etwas zum Probieren oder zum Naschen mitgebracht. An den sechs Tischen entstanden in der Folge Gespräche unter Einsatz von Händen und Füßen, anerkennende Gesten ließen ahnen, wie lecker so manche kulinarische Entdeckung war.
Auch das mitzubringende Babyfoto zwang alle dazu, genau hinzugucken: Bevor man sich mit der abgelichteten Person zu einem Gespräch über Familie, Freunde, Hobbies zusammensetzen konnte, musste man rausfinden, welche/r Franzose/Französin denn auf dem Foto zu sehen war...
Das „Rödelspiel“ brachte alle in Schwung. Es ging darum, als Gruppe möglichst alle der 15 mehr oder weniger sinnvollen Aufgaben vor der gnadenlosen Jury (das waren die Lehrer) zu lösen oder vorzuführen (zwei Minuten abschätzen, Girlanden basteln, einen Minikrimi schreiben, mit Wasser „Alle meine Entchen“ gurgeln usw.).
Etwas ernster wurde es beim „NASA-Spiel“ – 15 Gegenstände sollten für einen gefährlichen Mondspaziergang in einer Rangliste nach Wichtigkeit für das Überleben der Astronautencrew geordnet werden.
Das Kernstück der Begegnung war das Projekt „Il étatit une fois : l’échange / Es war einmal:der Austausch“. Insgesamt viermal und etwas mehr als sechs Stunden trafen sich hier die acht nach Zufallsprinzip gebildeten deutsch-französischen Kleingruppen und gestalteten Märchen um, das zunächst inhaltlich erschlossen und dann verfremdet wurde, also dem in Wasserburg Erlebtem angepasst wurde. Der böse Wolf war dann plötzlich ein Lehrer, oder der gestiefelte Kater hopste am Bodensee herum... Da gab es am Abschiedsabend ordentlich was zu lachen, als alle in Kostüm und/oder frisch geschminkt auf der Bühne standen und sich meist erfolgreich in der Fremdsprache versuchten.
Etwas mehr zu wissen über Land und Leute nach einer solchen Begegnung, ist ebenfalls wichtig. Deshalb machten wir zwei Ausflüge, einen mit dem Schiff nach Meersburg. Unser Glück war der stete Sonnenschein auf der Hinfahrt. Lehrreich wurde es dann vor Ort, als nach der Stadtführung zu verschiedenen Themen (Stadtgeschichte, Literatur, Wein- und Apfelanbau, Wasserqualität und –nutzung etc.) wieder in Kleingruppen Umfragen gestartet wurden. Genau wie nach dem Ausflug nach Unteruhldingen, zu den steinzeitlichen Pfahlbauten, wurden die landeskundlichen Informationen am Abend allen vorgestellt. Sinnvoll, weil jede Gruppe einen anderen Schwerpunkt hatte.

Aber auch die Freizeit ist nicht zu kurz gekommen (Sport, Einkaufen vor Ort, Chillen...). Wer nächstes Jahr in die achte Klasse kommt und Französischunterricht hat, darf sich schon jetzt freuen: Auf jeden Fall werden wir für diesen Jahrgang wieder ein Austauschformat anbieten.
Die meist großzügige Förderung dieses Projekts durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (2011 und 2013 jeweils ca. 80 Euro pro Teilnehmer bei einem Gesamtpreis von ca. 320 Euro) macht die Kosten recht überschaubar. Eine weitere Unterstützung kann vom Verein der Eltern und Freunde des MCG beantragt werden.
Au revoir en 2014 à Wasserburg
Ansprechpartner/in
| Herr Ulrich Harms | |
| Französisch, Deutsch; Fachobmann Französisch | |














